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Philosophischer Wüstenschatz

Der Alchimist - Cordula Svoboda Herzog, Paulo Coelho

Der Schafhirte Santiago träumt eines Nachts davon wie er einen Schatz bei den Pyramiden in Gizeh entdeckt. Kurz darauf lässt er sich seinen Traum deuten und eine abenteuerliche Reise von Andalusien nach Afrika und quer durch die Wüste beginnt.

Der Hirtenjunge Santiago ist mit seinem Leben eigentlich zufrieden. Er mag seine Schafe, reist mit ihnen gern durch Andalusien und freut sich auf ein bestimmtes Städtchen, weil ihm da ein Mädchen gefällt. Doch dann beginnen ihn die Erinnerungen an diesen Traum vom Schatz bei den Pyramiden zu quälen, sodass er ihn sich von einer Wahrsagerin deuten lässt und ihm sogar ein Fremder - der sich als König erweist - den gleichen Rat wie die Hellseherin gibt: Er soll sich auf die Reise machen.

Trotz starker Zweifel schifft sich Santiago nach Ägypten ein, wo er sich mitten in einem arabischen Wüstenmärchen wiederfindet.

Diese märchenhafte Erzählung vom Hirtenjungen Santiago strotzt vor philosophischen Weisheiten, die einem nicht nur zu denken geben, sondern mir auch sehr gut gefallen haben und meiner Meinung nach so richtig schön vor Lebensfreude sprühen:

„Eine Suche beginnt immer mit dem Anfängerglück. Und sie endet mit der Prüfung des Eroberers.“(S. 177)

Weiters hat mich die Szenerie Ägyptens sehr angesprochen und dieses schillernde Allerlei der arabischen Kultur hat mich für sich eingenommen. Hier bin ich mit Santiago durch den ägyptischen Bazar gestreift, habe mit alten, ehrwürdigen Männern gefeilscht, bin mit ihm auf einem Kamel durch die Wüste geritten und habe die Hitze der Sonne auf meinem Haupt und den feinen Sand im Gesicht gespürt.

Einzig, ein „windiger“ Abschnitt gegen Ende der Erzählung hat mir gar nicht gefallen. Da war mir die Philosophie schon etwas zu weit hergeholt und die Handlung nahm eher abstruse Züge an.

Ich glaube, dieses Buch ist ein Plädoyer für die Träume, die wir haben, die alten, manchmal schon begrabenen, aber auch die neuen, die erst ihre Form annehmen, und ein Appell, sich selbst nicht im Weg zu stehen, seinen Weg hin zum eigenen Lebenstraum zu gehen, selbst dann, wenn er mal schwierig wird.

 

© NiWa

Quelle: http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at