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Salz & Pfeffer

Nachricht von dir - Guillaume Musso

Madeline und Jonathan stoßen am Flughafen zusammen. In der Hektik des Augenblicks vertauschen sie ihre Handys und erst im jeweiligen Zuhause angekommen, entdecken sie den Irrtum. Dazu sitzt Madeline in Paris und Jonathan in San Francisco und beide können es nicht lassen, in der Privatsphäre des anderen herumzuwühlen, wobei sie auf eine Gemeinsamkeit stoßen …

Vertauschte Handys am Flughafen - genau der richtige Beginn einer Liebesgeschichte oder etwa doch nicht?

Zuerst ist man gleich mitten im schicksalshaften Zusammenstoß von Madeline und Jonathan drin. Bei dem rüpelhaften Erstkontakt werden unabsichtlich nicht die Nummern sondern gleich die Handys getauscht. Der Koch Jonathan befindet sich mit seinem Sohn auf den Weg nach San Francisco und Madeline begibt sich mit ihrem Verlobten zurück ins schöne Paris, wo sie eine Blumenhandlung betreibt.

Erst da bemerken sie, dass sie das Handy des anderen eingesteckt haben und versuchen nun den Rücktausch zu organisieren. Allerdings siegt in beiden Fällen die Neugier und so schnüffeln sie im Leben des jeweils anderen herum, wobei sie trotz der unnahbaren Entfernung auf eine geheimnisvolle Verbindung stoßen.

Natürlich stehen die Protagonisten Jonathan und Madeline im Vordergrund und bei beiden wird das Augenmerk vor allem auf den beruflichen Werdegang gelegt. Hier ist Jonathan, der bekannte Koch, und Madeline, die charmante Floristin, die jeweils auf die eigene Weise mehr oder weniger erfolgreich ihrer Berufung nachgehen. An und für sich waren diese Lebenswege zwar nett zu lesen, mir persönlich war es allerdings etwas zu viel Salz in der Suppe und ich hätte mich hier mit weniger begnügt.

Anfangs hatte ich mit einem typischen Liebesroman mit Herzschmerz, verkorksten Leben und einem Happy End à la Hollywood gerechnet. Zwar geizt der Autor mit diesen Zutaten nicht, jedoch hat er seinem Roman ordentlich Pfeffer gegeben, denn wenn man gerade denkt, man weiß, wie die Geschichte weiter verläuft, macht die Handlung eine starke Wendung und man findet sich plötzlich in einem Krimi, der sofort mein Interesse geweckt hat.

Zugegeben, für den erfahrenen Krimileser war hier der Zufall einige Male zuviel am Werk. An vielen Ereignissen bzw. Hintergründen wurden derart häufig herumgetopft bis sie als freudlos zusammengestellte Bouquets in einem Präsentkorb gestopft werden konnten und so manches davon einen verwelkten Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Liebesgeschichten sind nicht unbedingt mein Lieblingsgenre und trotzdem wollte ich partout einmal ein Buch von Guillaume Musso lesen. Der Autor konnte mich richtig überraschen und hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Ich würde diesen Roman als leichte Krimikost für Zwischendurch bezeichnen, ein Snack, den man sich gönnen - aber - worauf man auch verzichten kann.

Quelle: http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at