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Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken - Sabaa Tahir, Barbara Imgrund

Die silbernen Masken sind eine Elite, ausgebildet um zu töten und zu herrschen. Auf der anderen Seite, ein unterjochtes Volk, gebeugt um zu dienen und keinen Widerstand zu leisten. 

Auf der einen Seite gibt es Elias, der an der Militärakademie Schwarzkliff zur Elite zählt. Im Gegensatz dazu steht das Sklavenmädchen Laia, die eigentlich heimlich für die Aufständigen kämpft. 

Obwohl Titel und Klappentext eine gefühlvolle Geschichte à la Romantasy vermuten lassen, handelt es sich bei „Elias & Laia“ um alles andere als einen Liebesroman. Es ist die Geschichte eines Kriegers und einer Kriegerin, eines Sklaven und einer Sklavin, eines Mannes und einer Frau, die sich nicht dem zugedachten Schicksal fügen und dagegen ankämpfen.

Die junge Frau Laia muss miterleben, wie die silbernen Masken ihre Großeltern töten und ihren Bruder verschleppen. Selbst gerade mal einem ähnlichen Schicksal entkommen, schließt sie sich einer Untergrundbewegung an, die sie als Spionin mitten ins Herz des Feindes, daher in die Militärakademie Schwarzkliff, setzt, um im Gegenzug dazu ihren Bruder aus der Gefangenschaft zu befreien.

Elias steht kurz vor seinem Abschluss. Als Eliteschüler von Schwarzkliff darf er sich bald endgültig dem Leben als silberne Maske verschreiben, das ihm neben Ehrfurcht und Respekt, endlich das Ansehen seines Großvaters bringt. Wenn nur nicht diese Zweifel an dieser Art zu leben wären.

Die grundlegende Thematik erinnert mich an alte Märchen. Reicher unglücklicher Prinz trifft arme unglückliche Prinzessin, sie verlieben sich und wenn sie im Showdown nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Ganz so einfach ist es bei Elias und Laia nicht, auch wenn einem die Märchenelemente während des Lesens den Atem rauben.

An diesem Reihenauftakt hat mich einfach alles, wirklich alles fasziniert.

Sabaa Tahir nimmt den Leser an die Hand, nimmt ihn mit, in ein Land, wo Masken durch die Wüste ziehen. Es gibt Dschinns, Ghule und greise, alte, und trotzdem unsterbliche Männer wie Frauen, die sich als Orakel aufspielen. Man spürt den Wüstensand auf der Haut, die Hitze des Tages und die Kälte der Nacht, man geht über lebhafte Basare, schleicht durch die bedrückenden Mauern der Akademie, man fürchtet die Brutalität und freut oder ärgert sich über das Kampfgeschick seiner Mitschüler. Ich habe gelitten, gehofft, geschwitzt, mich gefürchtet, bin gerannt und hatte mich versteckt. Im nächtlichen Wüstensand habe ich mich dem Kampf gegen Geister gestellt, bin aus atemberaubenden Höhen gesprungen und habe mich Feinden entgegengesetzt, die eigentlich Freunde hätten sein sollen.

Es ist eine abwechslungsreicher Roman wie von Scheherezade selbst aus tausend und einer Nacht erzählt, aus Blut, Kampf, Hass und Widerstand zu einer brutalen Geschichte verwebt, die meiner Meinung nach zurecht als beeindruckendes Fantasyspektakel zählt, und mich vor Freude auf den nächsten Band quält. 

Elias & Laia
1) Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken
2) - untitled - 

 

© NiWa

Quelle: http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at