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Spannend, brenzlig und packend zugleich

Die Mühle - Elisabeth Herrmann

Als sich Lana unvorbereitet auf einen Wochenendtrip in die tschechischen Berge begibt, weiß sie nicht, worauf sie sich eingelassen hat. Endlich darf sie einmal mit der coolen Clique ihrer Schulzeit zusammensein und merkt rasch, dass sie allesamt gar nicht so bewundernswert sind, und auch, dass sie in Lebensgefahr schwebt … Die Studentin Lana kommt unverhofft zu einem Wochenendausflug luxuriöser Art. Sie springt für einen Bekannten ein und fährt nach Tschechien, wo sie auf die berühmt-berüchtigte Clique ihrer Schulzeit trifft. Gemeinsam machen sie sich zu einer alten Mühle in die Berge auf, wo alles von einem unbekannten Gönner vorbereitet ist. Aber so märchenhaft es auf den ersten Blick wirkt, so gefährlich können Märchen im echten Leben sein. Lana erzählt ihren Horror-Trip in der Ich-Perspektive und wendet sich dabei direkt an den Leser, was mir von Beginn an gut gefallen hat. Schnell war sie mir sympathisch, weil sie mit einer guten Portion Bodenständigkeit und einem charmanten sarkastischen Unterton gesegnet ist. Sie erzählt, wie sie zu der mysteriösen Einladung in die Tschechei kam, wo sie auf „The Court“ getroffen ist. Es ist diese angesagte Clique, die sie während ihrer Schulzeit in den Olymp der Schülerschaft gehoben hat. Aber nun, Jahre später, hält sie dem Blick hinter den blendenden Schimmer nicht stand. Bald merkt Lana, dass ihre ehemaligen Schulkollegen etwas zu verbergen haben und dieses Geheimnis der Grund für den Wochenendausflug in die Mühle ist. Mir hat dieser Jugendthriller unheimlich gut gefallen. Lara war mir total sympathisch. Ich mochte diesen Sarkasmus und konnte ihr Bedürfnis, endlich mal dazuzugehören, gut nachvollziehen. Gleichzeitig weiß man sofort, dass diese Glanz-und-Glamour-Clique aus eingebildeten Schnöseln besteht, die sich auch noch etwas auf ihre Oberflächlichkeit einbilden. Der Rahmen ist mit den Figuren gesponnen und die Handlung kann sich auf alle Fälle lesen lassen. Das Setting der Mühle ist von so vielen Geheimnissen und unvorhergesehenen Ereignissen umgeben, dass man sich von der Geschichte kaum trennen kann. Es ist spannend, brenzlig und packend zugleich und hat mich mit Lana durch die tschechischen Wälder und das Buch getrieben. Einzig, das Ende war mir eine Spur zu dick aufgetragen. Hier jammere ich tatsächlich auf hohem Niveau, weil doch der ganze Thriller ansonsten derart packend ist. Trotzdem konnte mich der Ursprung der Geschehnisse nicht völlig überzeugen und hat dem runden Spannungsbogen meinem Gefühl nach eine Ecke beigebracht. „Die Mühle“ ist meiner Ansicht nach ein spannender Jugendthriller, der einen durch die Seiten jagt, mit seinen originellen Ideen besticht und sehr flüssig zu lesen ist. Von mir gibt es eine Leseempfehlung an Thriller- und Abenteuer-Fans, und jene, die es noch werden wollen.

 

© NiWa