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Der Dunkle Turm V: Wolfsmond

Wolfsmond (Der dunkle Turm, #5) - Stephen King, Wulf Bergner

Es handelt sich um Band 5 von Stephen Kings Der-Dunkle-Turm-Reihe.

Der Weg zum dunklen Turm geht endlich weiter, aber bevor sich Roland, Eddie, Susannah und Jake dem Mysterium und ihrer Aufgabe stellen können, nehmen sie sich der Einwohner von Calla Bryn Sturgis an.

Das Dorf wird in jeder Generation von Wölfen oder Wolfsmenschen heimgesucht, die ihnen die Kinder nehmen. Die Kinder kommen als debile, körperlich verfremdete Wesen retour und leiden daraufhin ihr ganzes Leben lang.

Der nächste Überfall der Wölfe steht bevor, daher bitten sie das Ka-Tet um Roland, den Revolvermann, um Hilfe.

Die Grundgeschichte war sehr spannend aufgebaut. Man wird mit dem Ka-Tet in das dörfliche Leben reingezogen, lernt neue Figuren kennen und trifft alte Bekannte aus anderen King-Romanen. Pater Callahan lebt bereits jahrelang in Calla Bryn Sturgis, aber es dauerte seine Zeit bis er es nach „Brennen muss Salem“ dahin geschafft hat. Diese Facette hat King genial eingefädelt, denn es ist nicht nur, dass er Bezug zu einem alten Roman von sich hergestellt hat, sondern, er sogar einen Bogen zu einem späteren spannt. Wer genau liest wird rasch erkennen, dass es Parallelen zu „Der Anschlag“ gibt, was mir unheimlich gut gefallen hat.

Allerdings geht es nicht nur um seine anderen Romane, sondern ich hatte das Gefühl, einen Blick in Kings Geschichten-Fundus zu werfen. Es gibt so viele Welten, zu denen nur er den Schlüssel hat, und manchmal lädt er uns Leser in eine ein.

Immer wieder bemerke ich, wie realistisch Kings Figuren sind. Schon oft habe ich mir gedacht, dass es sich hierbei eigentlich um echte Menschen handeln könnte, die der Meister des Horrors auf Papier gebannt hat. Wie meine Vermutung in Verbindung zu diesem Teil der Turm-Reihe steht, muss man aber beim Lesen schon selbst erfahren.

Weniger gefallen hat mir, dass nicht wirklich viel passiert und es manchmal zäh zu lesen ist. Man ist mit Roland vom einem Palaver zum nächsten unterwegs, und hofft, dass endlich mal die Action beginnt, damit die Reise zum dunklen Turm weitergeht.

Aber so einfach ist es dann auch wieder nicht, weil sich ein Problem nach dem anderen ergibt und man dabei langsam zweifelt, ob es einen gehbaren Weg zu dem langersehnten Ziel geben wird. 

Am Ende gibt es nicht nur einen Wahnsinns-Cliffhanger, sondern es bleiben sehr viele Fragen offen, die einen richtig Angst einjagen, und deren Beantwortung im nächsten Teil lockt.

Ich fand es gut, aber es war streckenweise sehr langatmig. Trotzdem hat mich die Faszination um den dunklen Turm gepackt und die Besessenheit von Roland ist auf mich übergeschwappt. Geniale Elemente blitzen durch zähe Passagen, problemhafte Wendungen, lassen um das Ka-Tet bangen, rätselhafte Szenen heizen die Spannung an, und man fragt sich zu guter Letzt, wie es mit Susannah weitergeht. 

 

Der-Dunkle-Turm-Reihe:
1) Schwarz 
2) Drei 
3) Tot
4) Glas
5) Wolfsmond
6) Susannah
7) Der Turm
8) Wind
Quelle: http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at