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Der dunkle Turm VI: Susannah

Susannah (Der dunkle Turm, #6) - Stephen King, Wulf Bergner

Es handelt sich um Band 6 von Stephen Kings Der-Dunkle-Turm-Reihe.

Als ein Balken des Turms einstürzt, merkt das Ka-Tet aus Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy, dass die Zeit knapp wird und sie sich auf kürzestem Weg zum Turm begeben müssen. Aber Susannah alias Mia muss einen kleinen Kerl zur Welt bringen, während ein Schriftsteller in Maine von seinen Figuren heimgesucht wird ...

Dieser 6. Band von Stephen Kings Der-Dunkle-Turm-Zyklus schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Das Ka-Tet ist von der letzten Schlacht noch ganz erschöpft, schon muss es sich der nächsten Herausforderung stellen. Denn Susannah und Mia flitzen ins New York unserer Welt, aber einer anderen Zeit. Das restliche Ka-Tet muss eine Rose retten und einen Schriftsteller verhören. Ob ihnen diese Vorhaben tatsächlich gelingen, muss man beim Lesen allerdings selbst in Erfahrung bringen.

Mit diesem Band hat mich King so richtig in seinen Zyklus eingedreht. Er hat mich in ein derart abgefahrenes Universum verfrachtet, dass ich während des Lesens schon Angst hatte, dass es vielleicht sogar die Wirklichkeit ist. Parallelwelten, unheimliche Wesen, strahlende Bösewichte und finstere Helden - beim Ideen-Reichtum und der Tiefe dieser Welt schaut man der Unendlichkeit mitten ins Gesicht. Sehr gut gefallen hat mir wieder diese außerordentliche Vielschichtigkeit zu der nicht viele Autoren den Mut besitzen. Denn mit dem hintergründigen Stil geht auch meistens ein Hauch Langsamkeit einher, der die Handlung immer wieder entschleunigt, nur um dann rasant weiterzugehen.

Der Großteil des 6. Bands ist zur Abwechslung wieder in unserer Welt angesiedelt. Aber man merkt schnell, dass die Grenzen fließend sind, besonders weil sich Stephen King selbst einen kleinen Auftritt gönnt. Ich fand es sehr charmant von Stephen King über Stephen King erzählt zu bekommen. Spannend waren dabei seine Tagebucheinträge zu lesen, die sich unter anderem mit der Fertigstellung der Turm-Reihe auseinandersetzen. Wie viel Wahrheit in diesen Einträgen und in der ganzen Reihe steckt, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Aber mir hat dieser Band eine ganz schöne Gänsehaut beschert.

Jedenfalls bilde ich mir ein, jetzt endlich erkannt zu haben, worum es beim dunklen Turm überhaupt geht. Das Hauptthema ist nicht nur das Gute, wie es gegen das Böse aufbegehrt, sondern wahrscheinlich auch das Universum, aus dem King seine Geschichten und Figuren zieht. 

„Woher wusste irgendjemand, wenn man’s recht betrachtete, ob er nicht nur eine Person in irgendeiner Story eines Schriftstellers, ein flüchtiger Gedanke im Kopf irgendeines in einem Bus sitzenden Schmocks oder eine momentane Verirrung Gottes war?“ (S. 168 - 169)

Das Ka-Tet hat alle Hände voll zutun und wird von Ka auf einen merkwürdigen Weg geschickt, der hoffentlich im nächsten und offiziell letzten Band der Reihe ein packendes Ende finden wird.

Meiner Meinung nach ist „Susannah“ einer der besten Teile der Reihe, den ich mit großer Faszination, zeitweiliger Gänsehaut und unterschwelligem Grauen sehr gern gelesen habe. Nun freue ich mich auf den nächsten und eigentlich letzten Teil der Geschichte von Roland, dem Revolvermann. 

 
Der-Dunkle-Turm-Reihe:
1) Schwarz [Rezension lesen]
5) Wolfsmond [Rezension lesen]
6) Susannah
7) Der Turm [Rezension lesen]
8) Wind