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Sofia und Gideon

These Broken Stars. Sofia und Gideon - Stefanie Frida Lemke, Amie Kaufman, Meagan Spooner

Lilac und Tarver haben als Einzige den Absturz der Icarus überlebt. Jubilee und Flynn haben die Machenschaften von LaRoux Industries aufgedeckt. Nun treffen sie auf Sofia und Gideon, um den Konzern LaRoux Industries in die Schranken zu weisen.

Sofia und Gideon sind ein einfallsreiches Gespann, das sich auf dem Planeten Corinth zum ersten Mal gegenübersteht. Gideon ist ein berühmt-berüchtigter Hacker und schon mehrere Jahre lang LaRoux Industries auf der Spur. Sofia ist es gewohnt als charmante Hochstaplerin an ihr Ziel zu kommen, wofür sie Gideon gut gebrauchen kann.

„These Broken Stars. Sofia und Gideon“ ist der Abschlussband der These-Broken-Stars-Trilogie. Bereits durch die Titel weiß man, dass in den einzelnen Bänden bestimmte Charaktere im Vordergrund sind. Hinter den Paaren versteckt sich eine Galaxie voll faszinierender Ereignisse, die mit Macht, Korrumpierung und dem sternenumspannenden Konzern LaRoux Industries zu kämpfen hat.

Diese Trilogie ist eindeutig unter Science-Fiction einzuordnen, wobei auch die emotionale Ebene und amouröse Begegnungen nach vorne drängen.

Wie auch bei den vorherigen Bänden ist man als Leser von Anfang an dabei. Man wird sofort in die Handlung auf Corinth gezogen und hat kaum Zeit, sich ein Bild von dem urbanen Planeten zu machen. Sofia und Gideon treffen aufeinander und müssen im gleichen Moment einer brenzligen Situation entgehen.

Sofia ist eine Hochstaplerin, eine Täuscherin und sogar in der Disziplin der Selbsttäuschung äußerst begabt. Sie denkt, dass sie keinem anderen Menschen vertrauen kann, baut Lügengerüste um sich herum auf und lässt niemanden, absolut niemanden, an sich heran.

Gideon lebt als zurückgezogener Nerd, der nicht besonders viel Wert auf reale Gesellschaft legt. Zwar ist er gerne mit seinen Freunden über diverse Foren und Chats verbunden, doch im echten Leben bleibt er lieber für sich allein, weil er sich nur so sicher fühlen kann.

Die Handlung wird zuerst aus den Perspektiven von Sofia und Gideon erzählt. Besonders die erste Hälfte des Buches widmet sich diesem Gauner-Gespann. Als Leser nimmt man abwechselnd ihre Perspektiven ein und begreift, warum sie von der restlichen Welt so abgekapselt sind.

Dazwischen werden Erinnerungen eingestreut, die aus einer ganz anderen Ecke des Universums stammen. Dadurch begreift man Zusammenhänge aus den ersten beiden Bänden, die sich bis zum Ende zu einem Gesamtbild fügen.

Die Handlung lässt nicht zu wünschen übrig. Allerdings wären mir mit Sofia und Gideon allein schnell langweilig geworden. Doch genau im richtigen Moment werden alte Bekannte auf Corinth eingefügt, wodurch die Geschichte eine ganz neue Dynamik erhält.

Schon allein das Setting von Corinth unterscheidet sich stark von den ersten beiden Bänden. Denn Corinth ist eine blühende Stadt, in der das Leben auf verschiedensten Ebenen wuselt. Verschiedenste Etagen werden von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen belebt und ich habe dem Treiben ganz neugierig zugesehen.

Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Ich mag den Handlungsrahmen, die verschiedenen Charaktere und dieses Weltraumleben, das die Autorinnen entworfen haben. 

Ich war beim Absturz der Icarus live dabei, habe auf Avon einen Krieg mitangesehen und nun  auf Corinth grauenvolle Machenschaften aufgedeckt. Für mich war „These Broken Stars. Sofia und Gideon“ ein gelungener Abschlussband, der vielleicht nicht mehr ganz so fesselnd wie die ersten beiden Bände war, dafür aber noch einmal einen interessanten Blick auf die Welt von LaRoux Industries erhaschen lässt. 



Die Reihe:
1) These Broken Stars. Lilac und Tarver
2) These Broken Stars. Jubilee und Flynn
3) These Broken Stars. Sofia und Gideon
Quelle: http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at