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Ein Fantasy-Epos beginnt

Der letzte Todeshexer (Kronen der Allmacht 1) - Jouette M. Bassler

Seit Jahrtausenden werden die Menschen der Insellande von Hexern beherrscht. Sie und ihre Magie sind aus Feuer, Licht und Tod geboren und sie haben jahrelang in Frieden regiert. Doch dann begannen sie gegeneinander Krieg zu führen, wodurch sich die Adelshäuser selbst in den Ruin trieben. Noch ist es aber nicht zu spät, denn aus der Liaison zwischen Prinz Askon aus dem Hause Nox mit der schönen Tochter von König Viktor, könnte die Zukunft der Insellande entstehen.

Bei „Der letzte Todeshexer“ handelt sich um einen Reihenauftakt, der in die Welt und Magie der Insellande entführt. Episch angelegt, beweist der Autor schon bei seinem Debüt Potential, indem er ein schillernde Erzählung kreiert. 

Ich denke, dass dieses Werk unter High Fantasy einzuordnen ist, weil keinerlei Bezug zu unserer Welt besteht, sich magische Wesen tummeln und es mittelalterlichen Flair verströmt.

Neugierig hat mich vor allem der Klappentext gemacht, weil ich dieses Genre mal wieder ausprobieren wollte. Ich möchte anmerken, dass ich im High-Fantasy-Bereich sehr wenig lese und es nicht unbedingt meine bevorzugte Schiene ist.

Der Rahmen um die Hexer und ihre Insellande sprüht vor Fantasie, ist vielfältig und sehr einfallsreich. Die Hexer sind die Regenten der Insellande und auf die Adelshäuser Feuer, Licht und Tod verteilt. Problematisch ist mittlerweile, dass sie sich kaum mehr fortpflanzen können und daher sogar Bündnisse mit Feinden eingehen. Sie hoffen, dass sich doch noch Paare finden, die magischen Nachwuchs zeugen. 

Damit ist ein übermäßiges Thema die Sexualität, die meiner Meinung nach etwas zu viel hervorgehoben wird. Es gibt etliche Sexszenen bis hin zur Vergewaltigung, wabernde Busen werden gezeigt und gefühlt jeder zweite Blick wandert in ein pralles Dekolleté, wobei fast alle Höschen feucht werden. Meiner Ansicht nach wäre hier weniger mehr gewesen, dennoch denke ich, dass es Leser gibt, die darin einen Reiz sehen. 

Protagonist Prinz Askon ist ein 16jähriger Jungspund, der vom Hitzkopf rasch zum weisen Regentensohn mutiert. Obwohl er anfangs einen missmutigen Eindruck macht, wird er rasch zum Held der Handlung stilisiert. Zu Beginn ist er mit Körpereinsatz dabei, sich gegen seinen Vater zu stellen, während er in der weiteren Entwicklung adlige Würde erhält. Prinz Askon war mir in der weisen Version sehr sympathisch, obwohl ich das einem 16jährigen nicht ganz zutraue. Gestört hat mich hier, dass er gar so edelmütig und weise geworden ist und von allen angehimmelt wird.

Die Handlung ist gut und nachvollziehbar aufgebaut, auch wenn ich mir etwas mehr Schwung gewünscht hätte. Im Fantasy-Stil wird Prinz Askon auf eine Reise geschickt, es gibt Gefahren, Intrigen und es gilt Feinde zu bezwingen. Der Spannungsbogen konnte nicht durchgehend gehalten werden, was aber durch fesselnde Szenen aufgefangen wird. 

Zum Beispiel schickt Jan A. Baßler den Leser detailliert ins Kampfgeschehen, schleudert Feuerbälle und spießt den Gegner auf, dass einem der Atem stockt! Diese Szenen sind allesamt exzellent erzählt und haben Lesespaß gebracht.

Der Erzählweise ist flüssig, wobei manchmal ein bisschen zu viel zwischen den Figuren gesprungen wird. Hier möchte ich dem Autor unbedingt zugute halten, dass es sich um einen Erstling handelt, der erstaunlich gut geschrieben ist!

Alles in allem habe ich gern mit Todeshexer Askon seine facettenreiche Welt erkundet, mich mit ihm dem Kampf gestellt, wir sind Gefahren entronnen und einer Verschwörung auf die Spur gekommen. Ich bin mir sicher, dass Fantasyfreunde mit „Der letzte Todeshexer“ eine gute Wahl treffen. 

Quelle: http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at